Skip to content

DIY-Gel & Fueling-Guide – Köln Marathon 2026

Ziel: Marathon am 04.10.2026, Zielpace 5:28–5:39/km (sub 4:00) Setup: Salomon ADV Skin 5 · 2× 500 ml Soft Flasks (Wasser) · 2× HydraPak SoftFlask 150 ml (Gel) Kohlenhydrat-Ziel: ~60 g/h (Läufe ≥ 90 min), im Wettkampf ~63 g/h


1. Die Grundmischung (Vorrat)

Einmal anmischen, hält monatelang. In einer großen Vorratsdose (~2 l) kräftig durchschütteln:

ZutatMenge
Maltodextrin DE 191000 g
Fructose500 g
Salz (normales Speisesalz)15 g
Xanthan (optional, für Gel-Textur)10 g
  • Verhältnis Malto:Fructose = 2:1 → optimale Aufnahme bis ~90 g/h
  • 62 g Mix = 60 g Kohlenhydrate + ~245 mg Natrium
  • Xanthan direkt in den Vorrat: jede Portion geliert dann automatisch beim Anmischen
  • Ergibt ~1,5 kg ≈ 24 Stunden Fueling

Portion anmischen (Standard: Xanthan-Variante, kalt)

  1. Mix abwiegen (Menge siehe Tabelle unten)
  2. Mit Trichter in die 150-ml-Flask füllen
  3. Lauwarmes Wasser dazu, Deckel zu, kräftig schütteln
  4. 15–30 min quellen lassen, nochmal schütteln
  5. Ideal: am Vorabend anmischen, über Nacht in den Kühlschrank

Haltbarkeit angemischt: 2–3 Tage im Kühlschrank. Trockenmix: viele Monate.

Alternative: Pektin-Variante (Maurten-Stil, gekocht)

Für "echtes" Hydrogel – testen und mit Xanthan vergleichen:

  1. 130 g Mix (ohne Xanthan) + 60 ml Wasser im kleinen Topf verrühren
  2. 2–2,5 g reines Apfel-/Citruspektin einrühren (vorher trocken mit 1 EL Mix mischen gegen Klumpen)
  3. Kurz aufkochen, 1–2 min köcheln, rühren
  4. Spritzer Zitronensaft (Säure hilft beim Gelieren)
  5. Abkühlen, in Flask füllen, über Nacht kühlen

Konsistenz-Regel für beide Varianten: In der Flask reicht "dickflüssiger Honig". Lässt sich die Flask mit leichtem Druck entleeren → perfekt. Zu fest → beim nächsten Mal weniger Verdicker oder 10 ml mehr Wasser.

Geschmacksvarianten (pro Flask)

  • Zitrone/Limette: 1–2 EL frischer Saft
  • Orange: Wasser zur Hälfte durch O-Saft ersetzen
  • Johannisbeere/Kirsche: 30–40 ml Direktsaft statt Wasser
  • FlavDrops: ein paar Tropfen, beliebige Sorte – flexibelste Lösung
  • Vanille + Prise Zimt: angenehm spät im Lauf, wenn Süßes nervt

2. Fueling-Tabelle für alle langen Läufe

Richtwerte bei Easy-Pace (~6:15–6:45/km). Erste Portion bei Minute 20–25, danach alle 15–20 min ein kräftiger Schluck Gel + direkt Wasser hinterher.

LaufDauer ca.KH gesamtMixWasser (Gel)Flasks
13–15 km1:25–1:4030–60 g30–62 g30–50 ml1 (teilbefüllt)
16 km (MP)~1:4060–70 g62–72 g40–50 ml1
18–19 km1:55–2:05100–120 g105–125 g50–60 ml1 (voll)
23 km~2:25145 g150 g65 ml2 (je 75 g)
26–27 km2:45–2:55165–175 g170–180 g75–80 ml2
29 km~3:05185 g190 g85 ml2
32 km~3:25205 g210 g90 ml2 (fast voll)
35 km~3:45225 g232 g100 ml2 (voll)
Marathon~4:00250 g2× 130 g2× 55 ml2 (voll)

Hinweise:

  • Läufe unter 90 min brauchen kein Fueling – nutze sie trotzdem gelegentlich zum Üben (kleine Menge)
  • Maximale Füllung pro 150-ml-Flask: ~130 g Mix + 55–60 ml Wasser
  • Bei MP-Anteilen bist du schneller unterwegs → Dauer eher am unteren Ende, Menge passt trotzdem

3. Hydration & Salz

  • Wasser: 400–500 ml/h aus den 500er-Flasks, bei Hitze (Sommer-Long-Runs!) bis 750 ml/h
  • Eiserne Regel: Nach jedem Gel-Schluck Wasser trinken – das konzentrierte Gel braucht Verdünnung im Magen
  • Natrium: ~245 mg/h stecken bereits im Mix. Da du stark schwitzt: An warmen Tagen (>20 °C) oder bei Läufen >2,5 h zusätzlich 1 Elektrolyt-Tab in eine der 500er-Wasserflasks → gesamt ~450–600 mg Natrium/h
  • Warnsignale für zu wenig Salz: Krämpfe, Schwindel spät im Lauf → dann Elektrolyte standardmäßig dazu

4. Darmtraining – der Fahrplan

Der Darm ist trainierbar wie die Beine. Progression über den Trainingsblock:

PhaseLäufeFokus
Jetzt (Wo. 4–5)15er, 23erDIY-Gel einführen; beim 23er: 1. Hälfte Rest-Maurten, 2. Hälfte DIY (Test unter Ermüdung)
Build (Wo. 6–7)26er, 29erKomplett DIY bei 60 g/h; Konsistenz & Geschmack final festlegen
Peak (Wo. 9–12)29er, 32er, 32er, 35erWettkampf-Generalprobe: exakt das Köln-Setup (2 volle Flasks, Timing alle ~3 km, MP-Anteile)
Taper (Wo. 13–14)27er, 18erSetup nur noch bestätigen, nichts Neues

Regel Nr. 1: In Köln läufst du nur mit dem, was du mindestens 3× im Training bei MP-Anteilen geprobt hast.


5. Wettkampf-Protokoll Köln (04.10.2026)

Vorbereitung:

  • Gels am Vorabend anmischen, über Nacht kühlen
  • 2× 150 ml Gel-Flasks (je 130 g Mix ≈ 125 g KH) + 2× 500 ml Wasser in die ADV Skin 5
  • Frühstück wie vor den Peak-Long-Runs geprobt (3 h vorher, kohlenhydratreich)

Pre-Start:

  • 15 min vor dem Startschuss: 2–3 kräftige Schlucke aus Flask 1 (~25 g KH) + Wasser
  • Überbrückt die erste halbe Stunde und startet die KH-Aufnahme, bevor der Bedarf entsteht

Im Rennen:

  • km 3–4: erste Portion auf der Strecke
  • Danach alle ~3 km ein kräftiger Schluck (≈ alle 16–17 min)
  • Nach jedem Schluck Wasser aus der Weste
  • Flask 1 leer bei Halbmarathon → eingebaute Kontrolle, ob du im Plan bist
  • Flask 2 für die zweite Hälfte, letzte Portion ~km 38
  • Verpflegungsstationen: Wasser nachtrinken/auffüllen nach Bedarf, bei Wärme an jeder Station ein paar Schlucke

Plan B: Falls der Magen zumacht → Frequenz halbieren (alle 6 km kleiner Schluck), mehr Wasser, Tempo 10–15 s/km rausnehmen bis es sich beruhigt.


6. Einkaufsliste (Amazon)

ProduktEmpfehlungMenge
Maltodextrin DE 19Golden Peanut oder Buxtrade2× 1 kg
Fructose (Fruchtzucker)gleiche Anbieter oder dm1 kg
Xanthanz. B. Golden Peanut100–200 g
Pektin (rein, kein Gelierzucker!)Apfel-/Citruspektin100 g
Gel-FlasksHydraPak SoftFlask 150 ml, 2er-Pack (Gel-Düse)
FlavDropsESN oder MyProtein, Sorte nach Wahl1–2 Fläschchen
Elektrolyt-Tabs1. Wahl: Precision PH 1000 (~500 mg Na/Tab); Alternativen: High5 Zero (~250 mg), Nuun Sport (~300 mg) – alle kalorienfrei, kein Koffein!1 Röhrchen
Feinwaage (0,1 g)beliebigfalls nicht vorhanden
Kleiner Trichterbeliebig
Vorratsdose ~2 lluftdicht

Kosten pro "Gel-Stunde": ~0,50–0,70 € statt ~7 € (2× Maurten) – die Ausstattung amortisiert sich nach 2–3 langen Läufen.


7. Pflege & Praxis-Tipps

  • Flasks nach jedem Lauf sofort mit warmem Wasser + Spülmittel ausspülen, offen trocknen lassen (Zuckerreste = Keimparadies)
  • Gelegentlich mit Gebissreiniger-Tab desinfizieren
  • Mix-Portionen für die Woche vorab in kleine Tütchen/Döschen abwiegen spart Zeit
  • Im Sommer: Flask am Vorabend kühlen – kaltes Gel schmeckt deutlich besser
  • Notiere nach jedem Long Run kurz: Menge, Verträglichkeit, Geschmack → daraus entsteht dein finales Köln-Rezept

TEIL 2: Rund um die Läufe (Ergänzung)

Berechnungsbasis: ~75 kg Körpergewicht


8. Pre-Run-Frühstück (standardisieren!)

Ab sofort vor jedem langen Lauf das gleiche Schema – das Frühstück ist Teil des Darmtrainings.

Long Runs (≥ 19 km), 2–2,5 h vor dem Start:

  • Porridge aus 80 g Haferflocken + 1 Banane + 1 EL Honig (≈ 90–100 g KH)
  • Dazu Wasser; Kaffee wie gewohnt (zählt nicht als Koffein-Test)

Kürzere Läufe / wenig Zeit (60–90 min vorher):

  • 2 Scheiben Toast oder 1 Brötchen mit Honig/Marmelade + ½ Banane (≈ 60 g KH)

Frühstart 6–7 Uhr (Hochsommer-Long-Runs):

  • Aufstehen, sofort Toast + Honig + Banane (≈ 70 g KH), Start nach 60–75 min
  • Das geringere Frühstück gleicht du aus: erste Gel-Portion schon bei Minute 15

Regeln: Vor langen Läufen ballaststoffarm (kein Vollkorn, wenig Rohkost am Vorabend), nichts Neues, fettarm.


9. Post-Run-Recovery

Innerhalb von 60 min nach jedem Lauf ≥ 90 min:

  • ~80–90 g KH + 25–30 g Protein
  • Praktisch: 500 g Magerquark mit Banane + Honig, oder Shake + 2 Toast mit Marmelade, oder große Portion Milchreis
  • Dazu 500–750 ml Wasser mit einer Prise Salz oder Elektrolyt-Tab (Schweißverlust!)
  • Nach den Peak-Läufen (29–35 km) zusätzlich: salzige, KH-reiche Hauptmahlzeit innerhalb von 2–3 h

10. Hitze-Protokoll (Juli–August, Läufe 26–35 km)

  • Startzeit 6–7 Uhr für alle Läufe ab 26 km – jedes Grad weniger zählt
  • Schweißraten-Test (einmalig beim nächsten Long Run, deine Index S2 macht's einfach):
  1. Vor dem Lauf unbekleidet wiegen
  2. Nach dem Lauf abtrocknen, wieder wiegen
  3. Gewichtsverlust + getrunkene Menge = Schweißverlust; 1 kg ≈ 1 l
  4. Ziel: nicht mehr als 2–3 % Körpergewicht (~1,5–2 kg) verlieren
  • Ab >20 °C: standardmäßig 1 Elektrolyt-Tab pro 500er-Wasserflask (→ ~500–600 mg Natrium/h gesamt)
  • Pre-Cooling: 300–500 ml kaltes Wasser direkt vor dem Start
  • Cardiac Drift bei Schwüle einplanen: Pace vor HF (wie gehabt)
  • Route für 32/35er so legen, dass Wasser-Nachfüllen möglich ist (Friedhofsbrunnen, Tankstelle, Runde am Auto vorbei)

11. Koffein – Entscheidungsprotokoll

Statt jetzt zu entscheiden, entscheidet der Test. Konservativ dosiert (Sensibilität + Sertralin):

SchrittWannDosisKriterium
0. Abklärenvor Test 1Kurz in der Apotheke/beim Arzt die Kombination mit Sertralin bestätigen lassen
1. Test19er Easy (Wo. 8, 16.08.)50 mg (½ Tablette im Gel von Flask 2)Herzrasen? Unruhe? Magen? Schlaf danach?
2. Test29er (Wo. 9, 23.08.)50 mg ab LaufhälfteGleiche Checks unter Ermüdung
3. Generalprobe32er (Wo. 10 o. 11)50 + 50 mg (Start 2. Hälfte + km 25)Wenn gut → Köln-Setup
Köln04.10.2× 50 mg in Flask 2 (wirkt km 21–42)

Abbruchregel: Sobald ein Test Unruhe, Herzklopfen oder Schlafprobleme macht → Koffein streichen, kein Verlust. Sub-4 funktioniert auch ohne. Deine ~2× 50 mg entsprechen nur ~1,3 mg/kg – bewusst unter der Standardempfehlung (3 mg/kg).


12. Carboloading Köln (Do–Sa vor dem Rennen)

Ziel: 8–10 g KH/kg/Tag ≈ 600–700 g KH/Tag an Freitag + Samstag (02.–03.10.).

So sieht ein 650-g-Tag praktisch aus:

  • Frühstück: großes Porridge + Banane + Honig + Saft (~130 g)
  • Snack: 2 Toast mit Marmelade + Saftschorle (~70 g)
  • Mittag: große Portion Nudeln/Reis mit fettarmer Sauce (~150 g)
  • Snack: Banane + Fruchtriegel + Softdrink/Saft (~80 g)
  • Abend: Reis- oder Kartoffelgericht + Weißbrot (~150 g)
  • Nebenbei: Saftschorlen, Gummibärchen, Reiswaffeln mit Honig (~70 g)

Regeln:

  • Fett und Ballaststoffe runter (deshalb Weißbrot statt Vollkorn), Protein normal
  • 1–2 kg Gewichtszunahme sind normal und erwünscht (Glykogen bindet Wasser)
  • Samstag: leichtes Abendessen bis ~19 Uhr, danach nur noch Kleinigkeiten
  • Salz großzügig, Wasser mit Elektrolyten
  • Generalprobe: Vor dem 35er (Sa, 12.09.) einen abgespeckten Loading-Tag (~500 g KH) einlegen – testet Verträglichkeit und übt den Ablauf

Race-Morning (04.10., Start ca. 3 h vorher frühstücken):

  • Porridge + Toast mit Honig + Banane + Saft (~150 g KH ≈ 2 g/kg)
  • Danach nur noch schluckweise Wasser, 15 min vor Start die Pre-Start-Portion aus Flask 1

13. Offene Punkte (später klären)

  • Verpflegungsstationen Köln: Lage und Abstände checken, sobald der Veranstalter den Plan veröffentlicht (relevant für Wasser-Nachfüllstrategie der 500er)
  • Nach dem Schweißraten-Test: Natrium-Zielwert ggf. anpassen
  • Koffein-Entscheidung nach Test 2 final treffen (Deadline: Ende Woche 10)

14. Feinschliff (finale Klärungen)

Magen-Darm ("selten mal Druck/Drang"):

  • Die Ballaststoff-Regeln (Abschnitt 8) sind für dich Pflicht, nicht Kür: ab Mittag des Vortags kein Vollkorn, keine Hülsenfrüchte, wenig Rohkost
  • Kaffee am Morgen bewusst als Darm-Trigger nutzen: direkt nach dem Aufstehen trinken, damit der Toilettengang vor dem Lauf passiert – deshalb früh genug aufstehen (Renntag: Wecker so stellen, dass zwischen Aufstehen und Start ~3 h liegen)
  • Dieses Morgenritual (Aufstehzeit → Kaffee → Frühstück → Toilette → Start) bei den Peak-Läufen exakt wie am Renntag durchspielen
  • Falls unterwegs Druck entsteht: Gel-Frequenz halbieren, nur Wasser, Tempo kurz rausnehmen – vergeht meist wieder

Verpflegungsstationen Köln: nur Wasser (Entscheidung steht):

  • Deine Gel-Rechnung (250 g KH aus 2 Flasks) bleibt exakt wie geplant
  • Diszipliniert bleiben: kein spontanes Iso oder Cola greifen – ungetestete Zucker on top sind das klassische Magen-Risiko ab km 30. Einzige Ausnahme: Notfall-Plan, falls eine Flask ausfällt (dann Veranstalter-Gel/Iso in kleinen Mengen)

Allergie (Tabletten nur bei Bedarf):

  • Moderne Antihistaminika (Cetirizin/Loratadin) sind beim Laufen unkritisch; bei Bedarf abends nehmen statt morgens
  • An Tagen mit Einnahme etwas großzügiger trinken
  • Gräser-Hochsaison überschneidet sich mit den Build-Wochen: Frühstarts (6–7 Uhr) haben oft auch niedrigere Pollenwerte direkt nach taufeuchten Nächten – doppelter Vorteil

Kälte-Test fürs Renn-Rezept:

  • Anfang Oktober ist das Gel morgens deutlich kühler und damit zähflüssiger als im Sommertraining
  • Beim 27er (20.09.) das Rennrezept mit gekühltem Gel testen; wenn es schwer aus der Flask kommt: 5–10 ml mehr Wasser oder Verdicker minimal reduzieren – das wird die finale Köln-Rezeptur

15. Elektrolyt-Tabs: Auswahl & Test

Kriterien: kalorienfrei (KH kommen aus dem Gel), koffeinfrei, hoher Natriumgehalt.

ProduktNatrium/TabEinsatz bei dir
Precision PF&H PH 1000 (1. Wahl)~500 mg1 Tab in eine 500er-Flask → Stundenbedarf gedeckt
High5 Zero~250 mggünstiger; dann an heißen Tagen 1 Tab pro Flask in beide 500er
Nuun Sport~300 mgMittelweg, wenig süß, mild sprudelnd

Testprotokoll (nächster warmer Long Run):

  • Tab zu Hause auflösen, Flask kurz offen stehen lassen (Kohlensäure entweicht)
  • Checks: Schmeckt es auch bei km 25 noch? Magen ruhig? Kein unangenehmes Kribbeln?
  • Feinjustierung nach Schweißraten-Test: >1,5 l/h → PH 1000 bleibt; darunter → High5 reicht

16. Urlaub mit Läufen (Juli–Sept.)

Damit das Fueling-System mitreist:

  • Vorportionieren: Für jeden geplanten Lauf die Mix-Menge (siehe Tabelle Abschnitt 2) zu Hause abwiegen und in beschriftete Zip-Beutel oder kleine Schraubdosen füllen ("23er – 150 g")
  • Mitnehmen: Portionsbeutel, beide Gel-Flasks, Trichter, Elektrolyt-Röhrchen, ggf. FlavDrops – die Feinwaage kann zu Hause bleiben
  • Flugreise: Pulverbeutel in den Koffer (aufgegebenes Gepäck), nicht ins Handgepäck – weiße Pulver führen dort gern zu Extra-Kontrollen. Beschriftung hilft
  • Vor Ort: Nur noch Wasser dazu, schütteln, quellen lassen – kein Equipment nötig
  • Falls ein Long Run in den Urlaub fällt: Route vorab auf Wasser-Nachfüllmöglichkeiten prüfen (Hitze + fremde Strecke = größter Risikofaktor), im Zweifel Runde ums Quartier legen
  • Backup: Geht ein Beutel verloren, funktioniert überall: Salzstangen + Cola/Saft als Notlösung, oder ein lokales Gel kaufen – aber nichts Neues beim nächsten Schlüssel-Lauf

17. Renntag-Logistik (Entscheidung offen)

Zwei Szenarien, beide vorbereitet – Entscheidung bis Anfang September (dann Generalprobe passend gestalten):

A) Anreise am Morgen von zu Hause:

  • Volle Kontrolle über Frühstück und Toilette – ernährungstechnisch die beste Variante
  • Aufstehzeit: Start minus ~3,5 h (Frühstück 3 h vorher + Anfahrtspuffer)
  • Gels am Vorabend anmischen, gekühlt transportieren

B) Hotel in Köln am Vortag:

  • Hotelfrühstück beginnt oft zu spät → eigenes Frühstück mitnehmen: Instant-Porridge-Becher (nur heißes Wasser nötig, Wasserkocher im Zimmer), Banane, Toast/Zwieback, Honigportionen
  • Carboloading-Abendessen: Restaurant vorab reservieren, Reis-/Nudelgericht, nichts Experimentelles
  • Gels im Hotel anmischen: Portionsbeutel + Flasks + Trichter einpacken (wie Urlaubs-Setup, Abschnitt 16)

In beiden Fällen: Morgenritual exakt wie bei den Peak-Läufen geprobt (Kaffee → Frühstück → Toilette → Pre-Start-Portion 15 min vor Start).